• Wieder daheim

    Nun lassen wir endlich von uns hören.
    Seit gut zwei Wochen sind wir also wieder in Deutschland und viele haben uns ja auch schon gesehen. Die Eingewöhnung ging leichter als wir dachten. Irgendwie war alles so normal. Das Merkwürdige war, dass es eben nicht merkwürdig war, wieder hier zu sein.
    Dennoch fehlen uns Chile und die Menschen dort sehr, denn trotz der eher negativen Erfahrungen in der Uni bereuen wir es nicht, das komplette Jahr in Chile verbracht zu haben. Wie ihr wisst, haben wir unglaublich viel gesehen - soviel wie nie zuvor in unserem Leben - und sind auf sehr nette Menschen gestoßen, die wir hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder sehen werden.

    Das Südamerika-Jahr hat in uns ein Fernweh geweckt, das wir jetzt wohl nicht mehr so schnell loswerden. Aber die nächste Reise - oder auch mehr - kommt bestimmt! Auf jeden Fall werden wir nach Südamerika zurückkehren.

    Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die unseren Blog regelmäßig verfolgt haben und lieben Dank für die zahlreichen Kommentare!!! Diese haben uns immer besonders gefreut!

    Hoffentlich folgen in Kürze noch ein paar Bilder, wir haben ja noch nicht alle geblogt ;-)

    Bis dahin,

    Madeleine

  • Abschied von Chile

    So, jetzt sind es noch knapp 9h bis unser Flieger nach Deutschland abhebt. Ein komisches Gefühl, nach fast einem Jahr die Rucksäcke ein letztes Mal zu packen. Zum Einen freuen wir uns riesig auf daheim, zum Andern wissen wir jetzt schon, dass uns dieses Land und dieser Kontinent ganz schnell fehlen werden. Es wird nicht ein Abschied für immer, wir werden garantiert wieder kommen!!!
    Die Uni war zwar nicht so der Bringer, aber das Jahr in Chile und unsere vielen, vielen Reisen und Ausflüge waren einfach genial. Wir haben viele nette und interessante Menschen kennen gelernt und werden sie sehr vermissen.

    Jonas und Madeleine

  • Stadt der Glückshormone

    Bunte Häuser am Hang

    Seit zwei Tagen sind wir nun in Valparaíso. Diese Stadt hat „ES“ – was immer „ES“ auch genau ist. Am ehesten lässt sich „ES“ mit „Flair“ oder mit „das ist eine Stadt, in die man sich gleich verliebt und in die man unbedingt wieder kommen will“ übersetzen. Es ist diese Mischung aus knallbunten, heruntergekommenen oder top gepflegten Häusern, Hafen, Graffiti, Street-Art, Schrägaufzügen (Ascensores), Cafés und Unordnung, die diese Stadt so liebenswert machen. Vielleicht wäre Vielen alles zu provisorisch, zu heruntergekommen und mit viel zu viel Hundescheiße übersät, aber wir haben diese Stadt ins Herz geschlossen.

    Altes Auto auf einem der Hügelauf einem der Hügelaus dem AscensorBad im Café JournalBei uns um die EckeBuntAvocado aus der WandBlick aufs MeerBlechwände an HäusernBlick aus dem Ascensor - AufzugDächer der StadtDas ist ChileDie Seele baumeln lassen in ValpoFensterGraffitiHafenHaus an der EckeHäuserreiheKunst an der WandKunst und KäferMehr Kunst an der WandPrachtstraßeSalvador AllendeSchrill!Fenster des AscensorsHäuserreihe 2Schlumpf (Jonas)Schalt den Fernseher ab und lebe dein Leben

    Katze in der Auslage

    Der Reiseführer hat schon Recht: Man macht eigentlich nicht viel in Valpo. Außer rumlaufen und viele, viele Bilder schießen natürlich und in einem von Pablo Nerudas Häusern vorbeischauen und mit möglichst vielen Ascensores fahren...

    La Sebastiana - Nerudas HausSteiler AufzugAscensor Artillería

    ...aber das macht sooooooooo viel Spaß, dass wir kaum weg wollen!!!

    Jonas

  • Parque nacional Fray Jorge

    Unsere letzte Tour von La Serena aus führte uns in den Nationalpark Fray Jorge und ins Valle de Encanto. Wir entschieden uns für eine Jeeptour bei einem Schweizer, den uns unser Hostal empfohlen hatte. Der Park wird selten besucht und vor allem in der Nebensaison ist es fast unmöglich, mit den normalen Agenturen vor Ort in den Park zu gelangen.
    So fuhren wir also gemeinsam mit einer anderen Deutschen – man könnte uns jetzt die Absicht unterstellen, die Chilenen zu umgehen, was wir aber nicht bewusst gemacht haben – und dem Schweizer in den Süden. Zuerst besichtigten wir das Valle de Encanto, ein Tal mit vielen Kakteen und Felsen, in die Petroglyphen eingeritzt sind, die sehr beeindruckend waren und glücklicherweise waren wir nahezu die einzigen Besucher zu dieser Zeit.

    Felszeichnungen und -ritzungenFigurMaske

    Danach fuhren wir weiter in den Nationalpark Fray Jorge in der Nähe der Stadt Ovalle.
    Hier legten wir erst einen Essensstopp ein und waren dabei nicht alleine: Drei Füchse schlichen knurrend um uns herum und warteten ständig darauf, dass etwas abfiel. Noch nie habe ich Füchse aus dieser Nähe gesehen:

    freundlich ist anders ;-)

    Danach passierten wir den Parkeingang. Auch im Nationalpark Fray Jorge gibt es zahlreiche beeindruckende Kakteen, aber das wirklich Einzigartige dort sind die verschiedenen Vegetationstypen auf einer Stelle: Beeindruckender valdivianischer Nebelwald, der vor allem im Süden Chiles, z.B. auch in Temuco, vorkommt, existiert neben einer Halbwüste voller Kakteen.
    Der Nebelwald überlebt nur, weil sich durch ein besonderes Mikroklima – der kalte Humboldtstrom im Pazifik und das warme Wüstenland erzeugen starke Nebelbildung – ständig Wasser auf den Blättern des Waldes absetzt und ihn so feucht hält.
    Gleich daneben wachsen aber wieder die normalen Kakteen der Halbwüste, die teilweise wunderschön blühen.

    BlümchenBlumenBlumen 2Kaktus mit Parasitenbefallroter PfefferRitzinusJonas auf Steg im ParkBlühender Kaktus

    Der Blick ins Tal, auf die Anden und den Pazifik war auch nicht schlecht:

    Blick ins TalDiesiger Blick aufs MeerWir drei im Park

    Abends ließen wir den Abend dann im Restaurant Rincón Oriental bei Pisco Sour und Piña Colada ausklingen, um am nächsten Tag weiter nach Valparaíso zu fahren.

    Madeleine

  • Valle del Elqui

    Nachdem wir uns nur schwer von der Wüste und San Pedro de Atacama verabschieden konnten, haben wir uns am vergangenen Donnerstag doch von der Wüste losgerissen. In einer angenehmen Nachtbustour von 16 Stunden - das ist jetzt durchaus ernst gemeint, denn ich habe gut geschlafen - sind wir am Freitagvormittag wieder in La Serena angekommen. Wir haben uns dann ein wirklich wunderschönes Hostal gesucht, das "El Punto".
    Relativ schnell haben wir uns dann auch wieder auf die Socken gemacht um das "Valle del Elqui" zu erkunden; in diesem fruchtbaren Tal etwa eine Stunde von La Serena entfernt, gedeihen Papayas, Avocados und Wein. Im Elqui-Tal befinden sich auch einige der bekanntesten Pisco-Destillerien Chiles. Hier wird also der bekannteste Schnaps des Landes produziert. Im Folgenden einfach ein Block mit schönen Bildern aus der Wüste, dem Torre Bauer in Vicuña, der von einem ehemaligen deutschen Bürgermeister erbaut wurde und dem fruchtbaren Tal:

    Torre Bauer in VicuñaKirche in VicuñaPferde in VicuñaFrüchte am KaktusKaktus mit FrüchtenValle del ElquiValle del Elqui - Blick ins TalZitrusfrüchte am BaumZitrusfrüchte und HausWerbung für CapelIn der Pisco-DestillerieEmbotellación - AbfüllungFässer mit PiscoKaktus im Valle

    Jonas

  • Laguna Cejar und Ojos del Salar

    Gestern Nachmittag fuhren wir dann zum Abschluss unseres Aufenthaltes in San Pedro noch zur Laguna Cejar, einer Lagune im Salar de Atacama, die mehrere Kilometer tief ist und oben eisig kalt. Außerdem ist sie stark salzhaltig, d.h. man kann nicht untergehen. Als wir ankamen, flogen gerade einige Flamingos über die Lagune, was uns ziemlich beeindruckte:

    Flamingos fliegen über die Lagune

    Zuerst hielten wir die Hand rein, manche wagten es auch, die Füße nass zu machen, aber es war eisig kalt. Hier haben wir nachts Temperaturen unter 0 Grad und tagsüber auch "nur" etwa 20 Grad. Das heißt, das Wasser wärmt sich nie wirklich auf.

    Unser Guide versicherte uns aber, dass einige Zentimeter weiter unten sehr sehr warmes Wasser sein würde. Jonas war der erste von uns drei, der sich traute, dann folgte Bettina und alleine wollte ich natürlich auch nicht draußen bleiben.

    Und das war wirklich eine Erfahrung wert. Zwar stockte mir wirklich der Atem, im wörtlichen Sinne, aber sich im oberen Meter in eisigem Wasser und mit dem unteren Teil des Körpers in fast heißem Wasser zu befinden, das war einfach Wahnsinn. San Pedro ist ja von zahlreichen Vulkanen umgeben und deshalb gibt es auch viele natürlich-warme Thermen. Nur kühlt die obere Wasserschicht bei diesen Außentemperaturen eben sehr schnell ab...

    Madeleine und Bettina in der eisig-heißen LaguneAlle beäugen misstrauisch das vermeintlich eiskalte WasserSalzboden und perfekte Spiegelung an der Laguna CejarBettina und MadeleineMadeleine und Jonas an der Lagune nach dem Bad

    Danach fuhren wir weiter zu den beiden Ojos, den Augen des Salar de Atacama, Lagunen, die süßwasserhaltig sind und in denen die Spiegelungen ebenfalls perfekt waren:

    Das eine Auge

    Bettina spiegelt sichMadeleine spiegelt sichJonas spiegelt sich

    Anschließend fuhren wir zu einer weiteren Lagune im Salar, wo wir dann den Sonnenuntergang bewunderten:

    BergeBettina auf dem SalzMadeleineBunter HimmelDas Rosa spiegelt sich in den kleinen SeenDie Anden nach dem SonnenuntergangJonasSpiegelungNoch eine Spiegelung
    Spiegelung und Salz in einer LaguneSalzSalz und Lagune nach dem Sonnenuntergang

    Das war wirklich ein herrlicher Abschluss aus San Pedro de Atacama. Heute Abend geht es wieder zurück in den Süden, denn der Abflug naht bereits.

    Madeleine

  • Biken und Boarden im Valle de la Muerte

    Da uns das Biken am Dienstag so viel Spaß gemacht hatte, beschlossen wir, das gleich noch einmal zu tun.
    Also mieteten wir uns Bikes und Jonas nahm die Promoción, das Angebot, nämlich ein Mountainbike zusammen mit einem Sandboard, einem Müsliriegel und einem Gatorate-Getränk.
    Wir beiden Frauen waren ehrlich gesagt ein bisschen zu faul, um das Board einige Kilometer lang auf unserem Rücken zu tragen, also nahm nur Jonas eines, das wir dann aber auch unbedingt ausprobieren mussten.

    Unseren ersten richtigen Stopp legten wir an der Cordillera de la Sal, der Salzkordillere ein. Zuvor bekamen wir aber noch richtig ausgetrockneten Boden zu sehen. Danach fuhren wir weiter ins Valle de la Muerte...

    Der Boden ist hier sehr trockenBettina und Madeleine oberhalb der Cordillera de la SalJonas auf dem TrailJonas mit Bike und Sandboard

    ...und dort wagten wir dann auch unsere ersten Sandboarding-Versuche, nachdem wir uns durch den tiefen Sand das Tal nach unten gequält hatten. Jonas' Kommentar: Was ist denn das hier?!? Berg abwärts schieben, das habe ich ja noch nie gemacht ;-)

    Bettina im SandWir drei im Valle de la Muerte
    Madeleine liegt im SandJonas und Madeleine im Valle

    Blick ins TalJonas auf dem Trail

    Jonas auf dem SandboardBettina auf dem BoardBlick von der Sanddüne ins Valle

    Madeleine surftJonas auf dem Sandboard 2

    Nachdem wir dann schön unseren Spaß hatten, genossen wir die Abfahrt nach San Pedro, wo wir dann mit Klamotten bis oben hin mit Sand gefüllt ankamen ;-)

    Madeleine

    P.S.: Sandboarden macht zwar unglaublich Spaß, aber hätte Jonas nicht nach jeder Abfahrt das Board von Neuem mit einer dicken Schicht Wachs beschmiert, wäre gar nix gegangen. Muchas gracias:

    Jonas wachst das Board

  • Biken im Canyon Quebrada del Diablo

    Vorgestern wollten wir nach vier Tagen Jeepfahrt endlich mal einen sportlichen Tag einlegen und beschlossen, uns Bikes zu mieten, um in den Canyon "Quebrada del Diablo" zu fahren.
    Wie ihr seht hatten wir viel Spaß, es war unglaublich, dort durch den Sand und den Canyon zu biken. Die Bilder sprechen für sich:

    Bettina schiebt Bike durch den FlussGestein und Salzschichten im CanyonMadeleine im CanyonJonas hebt sein Bike hochJonas mit dem BikeJonas und Bettina im CanyonMadeleine und Bettina auf Bikes

    Madeleine

  • Jeeptour durch Bolivien 2 – Steinbaum und Lagunen

    Am zweiten Tag konnten wir uns schwer überwinden, bei dieser Eiseskälte aus den kuscheligwarmen Schlafsäcken zu kriechen, aber das, was nach dem Frühstück um kurz nach sieben Uhr kommen sollte, überzeugte uns dann doch.
    Allerdings war es auch beim Aufbruch noch ziemlich kalt. In unserem Jeep hatte es -8 Grad und wir sind ja so verwöhnt, dass uns gleich die Zehen vor Kälte schmerzten. Wie machen das nur die Bolivianer?

    Hier sind jedenfalls noch ein paar Bilder unserer Unterkunft:

    Unsere Unterkunft von außenDie Jeeps vor der Abfahrt

    Danach ging es weiter durch die Wüste, vorbei an Bergen in verschiedenen Rot- und Brauntönen, die durch das Vulkangestein solche Farben bekommen haben. Bald erreichten wir den Arbol de Piedra, den Steinbaum, in dessen Nähe sich viele weitere skurrile Felsen befanden:

    Bunte Vulkane und FelsformationenFelsJonas auf den FelsenSteinbaum ohne RelationMadeleine und Bettina stützen den Steinbaum

    Danach bewunderten wir noch drei verschiedene Lagunen:

    Laguna HondaEisblumen auf der Laguna HondaJonas an der Laguna HondaJonas mit Flamingofeder
    Bettina an der LagunaLaguna ChearcotaUnser JeepSalz und Eis und Matsch auf der Lagune

    Nach einer längeren Fahrt, die deutlich schlaglochhaltiger als am Tag davor war, tauchte wie aus dem Nichts das kleine Dorf Copacabana auf, das an einem kleinen Fluss mitten in der Wüstenregion liegt. Wir waren wirklich sehr überrascht, dass es dort mitten im Nichts ein Dorf mit etwa 500 Einwohnern gibt. Im Dorf gibt es bisher nur zwei Stunden Strom am Tag, aber für 2009 ist ein größeres Elektrifizierungsprojekt geplant. Hier die Bilder:

    In CopacabanaIn Copacabana 2

    Nach dem Mittagessen im Dorf ging es vorbei an zahlreichen Lamaherden:

    Lamas bei Copacabana

    Und kurz, bevor wir die Zugstrecke zwischen Calama in Chile und Uyuni in Bolivien passierten, kam etwas, was bei diesem Gelände niemanden erstaunte: Der Jeep vor uns hatte eine Reifenpanne:

    Der Reifen wird gewechseltStark befahren ist die Strecke nichtBettina balanciert auf den Schienen

    Danach ging es weiter und wir legten einen weiteren Stopp ein, um eine kleine Herde Vicuñas zu fotografieren:

    Vicunas

    Am Salar de Uyuni angekommen, entdeckten wir unsere erste Fata Morgana: Wir dachten, es gebe dort Inseln, aber bei genauerem Hinsehen erkannten wir, dass die Inseln zu schweben schienen:

    Fata Morgana

    Am zweiten Tag erreichten wir kurz nach 17 Uhr unser Hotel, ein Salzhotel, das, wie der Name schon sagt, fast nahezu aus Salz gebaut ist. Was uns allerdings Sorgen machte, war die Frage der Müll- und Abwasserentsorgung – viele dieser oft illegal errichteten Hotels leiten alles in den Salar – und so nahmen wir unseren Müll soweit möglich wieder mit.

    Unser Jeep nach dem zweiten TagDer Boden in unserem Zimmer war auch aus SalzStühle und Tische aus Salz

    Hinter dem Haus standen hunderte von beeindruckenden Kakteen und wir schafften es gerade noch vor Sonnenuntergang auf den Berg:

    Vor einem kleinen Kaktus

    Dann beobachteten wir den Sonnenuntergang und den Himmel, der sich in dieser Region abends immer rosa und blau färbt:

    rosa-blauer Himmel über dem SalarSonnenuntergang mit Kakteen

    Anschließend gab es Essen und danach noch einige lustige UNO-Runden mit einigen Franzosen, die ebenfalls mit uns unterwegs waren. Pünktlich um 21 Uhr – eigentlich war 22 Uhr abgemacht und die wenigsten waren darauf technisch vorbereitet – wurde der Dieselgenerator ausgeschaltet. Dank Jonas hatten wir aber zwei Taschenlampen dabei und fanden so den Weg in den Schlafsack.

    Madeleine

  • Jeeptour durch Bolivien 3 – der Salar

    Die Hauptattraktion der Tour ist der Salar de Uyuni, der größte Salzsee der Welt, der zu dieser Zeit trocken, in der Regenzeit aber kaum befahrbar ist. Wir alle fieberten gespannt diesem Höhepunkt entgegen und am dritten Tag unserer Tour sollte es endlich soweit sein. Vorher überwanden wir uns aber, zum Sonnenaufgang aufzustehen, um zum Salar zu gehen:

    Sonnenaufgang über dem Salar

    Nach dem Frühstück fuhren wir zu einer der 32 Inseln im Salar, der Incahuasi. Auf dieser Insel stehen Kakteen, die teilweise mehr als 1.000 Jahre alt sind. Doch nicht nur das: Von dieser Insel aus bekommt man erst einen Eindruck, wie groß dieser Salar überhaupt ist.
    Zuvor waren wir etwa eine Stunde lang mit – geschätzt – mehr als 100 km pro Stunde über den Salar unterwegs, immer gerade aus – der Tacho funktionierte übrigens nicht.

    Kakteen auf der InselMadeleine umarmt einen KaktusJonas und KaktusHunderte KakteenBettina oberhalb des SalarsManche Leute sind talentierte FotografenUnsere JeeptruppeKakteen und winzige Menschen auf dem Salar

    Wieder unten angekommen begutachteten wir den Salar selbst, fuhren weiter und legten Stopps ein:

    Jonas auf dem Salarauf dem SalarCharakteristische Struktur des SalzesBettina auf dem Salar 1Bettina auf dem Salar 2Gruppenbild mit FahrerDas war die Truppe der TourBettina auf SalzbergMadeleine auf SalzbergBettina und Jonas an einem SalztischSalzhotelHügel aus Salz

    Nachdem wir an einem Salzwerk vorbeigekommen waren und eine Mittagspause eingelegt hatten, ging es weiter zu einem Zugfriedhof, welcher sich als sehr spannender Ort herausstellen sollte:

    Jonas auf ZugMadeleine macht es sich bequemBettina und Jonas im Zug

    Schließlich in Uyuni angekommen – einer Stadt mit schönen kolonialen Gebäuden – , spazierten wir noch ein bisschen über den Markt, auf dem wirklich alles zu finden ist, bis wir schließlich nachmittags die Rückfahrt antraten.

    Frauen auf dem MarktTöpfe und KannenObst und GemüseGebäude in Uyuni

    Wir waren jetzt nur noch vier Gäste, die beiden Schwestern waren in Uyuni geblieben. Also traten wir vier zusammen mit dem Fahrer die Fahrt in Richtung Chile an.
    Zuerst fühlten wir uns alle sehr sicher, aber als es schließlich dunkel wurde und unser Fahrer scheinbar verunsichert fuhr, wurden wir immer unruhiger.
    Irgendwann waren wir uns einig, es wäre vielleicht besser, selbst zu fahren und als wir dann auch noch an einem Auto vorbeikamen, das sich überschlagen hatte, weil der Fahrer eingeschlafen war, konnten wir uns kaum mehr beruhigen.
    Unser Fahrer aber versicherte uns, er würde lieber langsam - wir hatten das als Unsicherheit gedeutet – und vorsichtig fahren, denn viele Leute würden sehr verantwortungslos unterwegs sein, viele Unfälle bauen und die bolivianische Polizei würde auch Betrunkene weiterfahren lassen, gegen eine „Gebühr“ von 50 Bolivianos, was etwa 4,50 Euro entspricht.

    Irgendwann ging es dann nahezu querfeldein über den sandigen Boden, wir durchquerten einige meterbreite Flüsse und fragten uns zwischendurch, ob denn wirklich alles in Ordnung sei und der Fahrer wisse, wohin wir eigentlich wollten. Immerhin ging es nun neben dem Weg nicht mehr steil die Böschung hinunter. Mehr als Wegdriften konnte uns also nicht passieren. Und obwohl der Fahrer wirklich verantwortungsvoll gefahren war, fiel uns ein Stein vom Herzen, als wir abends endlich wohlbehalten in unserer Unterkunft – noch in Bolivien – ankamen.

    Am nächsten Morgen weckte Jonas den Fahrer um 5 Uhr – wir schliefen wieder dick verpackt im Viererzimmer im Schlafsack und hängten noch extra ein Stück Stoff vor die undichten Fenster, der Fahrer schlief bei halboffener Tür – und dann fuhren wir los in Richtung Chile.

    Nach einigen Stunden Fahrt entdeckten wir einen Jeep voller Touristen. Der Fahrer und eine andere Frau waren gerade dabei, Wasser zu kochen. Ihnen war während des Fahrens das Kühlwasser eingefroren.
    Also stiegen wir aus und weil Bettina gerade so passend da stand, drückte ihr unser Fahrer eine Eisenstange mit einer Benzin getränkten Socke in die Hand und noch bevor wir realisierten, dass er sie anbrennen wollte, stand die Socke in Flammen.

    Unser Fahrer fuhr mit der brennenden Socke über den Kühler, um das Eis zu schmelzen. Doch dieses Auto war nicht zu retten. Wir schoben es mit unserem Jeep von hinten und dann von vorne an, gaben fast unser ganzes Wasser her, um das Kühlwasser des anderen Jeeps aufzufüllen, aber dieser holperte immer nur wenige Meter und irgendwann gab auch unser Fahrer auf und wir ließen den Jeep samt vier Gästen stehen. Unser Fahrer war ziemlich empört über die Verantwortungslosigkeit einiger Agenturen und wieder einmal waren wir froh darüber, diese Agentur gewählt zu haben. Unser Fahrer war wirklich sehr zuverlässig, nur waren wir am Abend davor doch sehr verunsichert gewesen.

    Unsere Tour jedenfalls hat sich unglaublich gelohnt. Zwar war es nachts sehr kalt und auch sonst war sie nicht gerade luxuriös, aber wir haben so unglaublich viel gesehen und mehr hätten wir für 65.000 Pesos, also grob 90 Euro für vier Tage wirklich nicht erwarten können. Wir sind begeistert und können nicht glauben, was wir alles in diesen vier Tagen gesehen haben.

    Seit gestern sind wir wieder in San Pedro de Atacama, wo wir heute erst einmal in einem Canyon beim Mountainbiken waren, aber dazu ein anderes Mal.

    Madeleine

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